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Nikotin Entzug – Schritt in eine gesunde Zukunft
Die Aschenbecher sind gespült, der blaue Dunst zum größten Teil aus der Wohnung entfernt – so fangen sie meist an: die ersten harten Tage beim Nikotin Entzug. Und obwohl man versucht, alles aus seinem Umfeld zu verbannen, was an Zigaretten, Tabak und Co. erinnert, bleibt die Präsenz des Suchtmittels Nikotin allgegenwärtig. Gerade in den ersten Wochen kreisen die Gedanken fast ständig um eine Zigarette. Es sind die Gewohnheiten beziehungsweise der Verlust derselben, die nun quälen. Jeder Raucher kennt seine Schwachstellen.
Das Telefon geht und damit auch automatisch der Griff zur Zigarette. Konzentrationsschwächen bei der Arbeit? Erst mal eine rauchen. Es sind die Alltagsrituale, die im Gehirn scheinbar unauflöslich mit dem Genuss von Tabak verbunden sind, die dem Abstinenzwilligen das Leben schwer machen. Hinzukommt der sinkende Nikotinspiegel, der Nervosität und Gereiztheit mit sich bringt. In dieser Hinsicht kann man sich jedoch helfen lassen. Fast alle Apotheken halten hier Substitutionsmittel in Form von Nikotinkaugummis, Pflastern oder Ähnlichem bereit, die zumindest die körperlichen Symptome beim Nikotin Entzug lindern. Selbst kleine Inhalatoren aus Plastik, die in ihrer Gestalt an Zigaretten erinnern, gibt es. Mit diesen kann nicht nur Nikotin eingeatmet werden, sondern es beschäftigt gleichzeitig die Hände mit den gewohnten Gesten.
Doch der erste Schritt zum Nichtraucher beginnt im Kopf. Daher können diese Mittel zwar kurzfristig den Nikotinspiegel anheben und damit direkten Entzugssymptomen entgegenwirken, aber die wirkliche „Befriedigung“, die eine Zigarette mit sich bringt, tritt nicht ein. Woher kommt das? Dazu muss man wieder seine Gewohnheiten hinterfragen. Wer über Jahre hinweg besonders in Stresssituationen zur Zigarette gegriffen hat, um Entspannung zu finden, hat auch sein Gehirn auf diese Momente programmiert.
Schon beim Anblick der Schachtel – wohlwissend, dass gleich der nächste Nikotinschub folgt – fühlt sich der Mensch besser. Das liegt daran, dass der Körper gelernt hat, in Verbindung mit Nikotin die Glücksdroge Dopamin auszuschütten. Schritt für Schritt muss das Hirn nun umprogrammiert werden, um langfristig zum Nichtraucher zu werden. Es müssen neue „Belohnungssysteme“ her, Verhaltensweisen müssen neu konditioniert werden. Dafür ist ein starker Wille nötig, doch schon nach zwei rauchfreien Stunden, beginnt der Körper sich zu erholen. Das sollte eigentlich Belohnung genug sein.
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